Archiv für die ‘ARD’ Kategorie

Neues von Thilo Sarazin (65 / SPD

12 März 2010

Die letzte Meldung bei „Hart aber fair“, die Frank Plasberg am 10. März in der ARD verkündete, war ein neuer Spruch von Thilo Sarazin, dem Ex-Finanzsenator in Berlin. SPD-Mann Sarazin hatte jetzt die Eltern von faulen Schülern im Visier. „Wer zweimal die Hausaufgaben vergisst, sollte einen Abzug von 50% beim Kindergeld bekommen!“ Er ist sich sicher, dass mit solchen Folgen die Eltern darauf achten würden, dass die Hausaufgaben gemacht werden! Es ist zu befürchten, dass Thilo Sarazin, der für kernige Thesen bekannt ist, mal wieder Recht hat. Die Sendung hatte den Titel: „Jung, arm, chancenlos. Wie aus Kindern Hartzer werden.“ Der Titel hörte sich zunächst nach einer spannenden Diskussion an, aber weit gefehlt! Nikolaus Schneider, der farblose Nachfolger der wegen Trunkenheit am Steuer zurückgetretenen ehemaligen EKD-Vorsitzenden Bischöfin Margot Käßmann und die mindestens so langweilige, wie unsympathische Hannelore Kraft, die als SPD-Vize und NRW-Spitzenkandidatin fordert, dass Hartz IV – Bezieher zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen werden – natürlich freiwillig…!!!??? Man hätte sich doch eigentlich vorgestellt, dass man freiwillige Sozialleistungen auch schon jetzt erbringen kann – oder? Freiwillig in Altenheimen Bücher vorlesen oder die Straße reinigen, Kraft hat für jeden ein tolles Angebot. Außer diesen beiden Totalausfällen konnte man Claudia Sturm, eine junge Bauunternehmerin „bewundern“, die ihr gutes Aussehen leider durch ihren breiten Dialekt neutralisierte. Sie war der Meinung, dass Lehrer ehrenamtlich nachmittags Nachhilfeunterricht erteilen. Wo gibt’s denn solche aktiven Lehrer?

Favoritin Sharyhan ausgeschieden!

7 März 2010

Das war für die meisten Zuschauer eine Überraschung und die „Fachleute“ lagen mit ihren Einschätzungen auch mal wieder völlig daneben. Die Sendung „Unser Star für Oslo“ war in den vorigen Wochen in PRO 7 gestartet und die erste Übertragung in der ARD war das Viertelfinale am 5. März. „Oberjuror“ Stefan Raab ist in jeder Sendung dabei und die beiden anderen Jury-Mitglieder wurden in jeder Folge ausgewechselt. Erstaunlich war schon, wer da bisher schon alles gesessen hatte; von Peter Maffay über Nena, Sascha bis zu Anke Engelke und Adel Tawil von Ich+Ich. Trotzdem ist die Jury im Prinzip in diesem Format überflüssig, denn es wird nur „Lobhudelei“ betrieben. Raab versucht es manchmal mit einem Ansatz von Kritik, aber redet dann solange um den heißen Brei herum, bis er zuletzt dann doch wieder eine „tolle Leistung“ gesehen hat. Die Mehrzahl hatte mit dem Ausscheiden der 18-jährigen Jennifer Braun gerechnet, was auch die richtige Entscheidung gewesen wäre, aber die Auszählung der Zuschaueranrufe ergab, dass es Sharyhan Osman getroffen hatte, die stimmlich auf einen der beiden ersten Plätze gehörte. Die weiteren Kandidaten, die sich neben Jennifer Braun und Kerstin Freking für das Halbfinale qualifiziert haben, sind die lustige Lena Meyer-Landrut und Christian Durstewitz. Die 3 letztgenannten tollen Kandidaten sind absolut gleichwertig und wer uns in Oslo vertreten sollte, hängt jetzt ausschließlich von der Wahl des Titels ab.

Olympischer Wahnsinn!

18 Februar 2010

Nachdem bereits ein Rodler aus Georgien tödlich verunglückt war, konnte man am 17. Februar in der ARD den nächsten Wahnsinn von den Olympischen Spielen in Vancouver / Kanada sehen. Es wurde der Abfahrtslauf der Damen von der Franz’s Run – Piste von Whistler übertragen. Die Damen mit den Schwergewichts-Ringer-Oberschenkeln, vor denen jeder Mann Angst haben muss, stürzten sich im wahrsten Sinne des Wortes „todesmutig“ die Eispiste hinunter. Die Siegerin Lindsay Vonn aus den USA meisterte diese Herausforderung und die deutsche Hoffnung Maria Riesch scheiterte kläglich und kam nur auf Rang 8. Moderator Michael Antwerpes war mit seinen Kommentaren während des Rennens nicht zimperlich. Als die Französin Marion Rolland in einer Kurve zu weit hinausgetragen wurde, sagte er trocken: „…wie ein Pferd vor dem Wassergraben – verweigert!“. Es war bei diesem Spruch nicht erkennbar, ob er die Äußerlichkeiten der Französin meinte oder das Tier mit dem breiten Hinterteil nur wegen der Verweigerung mit der Skiläuferin verglich. Auch Kommentare wie: „Das ist hier kein Hausfrauen-Skikurs“ und „..kein Kinder-Skikurs“ kamen ihm über die Lippen, obwohl viele schlimme Stürze zu sehen waren und selbst Markus Wasmeier war der Meinung, dass das wahrscheinlich die schwerste Abfahrt der Damen aller Zeiten war. Auch „alte Hasen“, wie die Schwedin Anja Pärson, riss es fürchterlich dahin, denn Sie nahm bei ihrem Sturz den Werbeslogan „Nur Fliegen ist schöner“ zu ernst und „flog“ über 50 Meter weit bis über die Ziellinie.

Arrogante Bayern gewinnen bei VW!

7 Februar 2010

Trotz eines 3:1-Sieges bei der Volkswagen-Werksmannschaft in Wolfsburg kritisierte der Holländer Louis van Gaal die Arroganz in der Spielweise seiner Mannschaft und Karl-Heinz Rummenigge lobte den Coach anschließend für diese Kritik nach dem Sieg. Die 3 Punkte der Bayern und das 1:1 von Bayer Leverkusen gegen den VfL Bochum waren in der ARD-Sportschau am Samstag zu sehen. Nach dem Unentschieden der Werksmannschaft aus Leverkusen führen sie in der Bundesliga jetzt nur noch durch ein zwei Tore besseres Torverhältnis. Auf Platz zwei folgen bereits die Münchner, die ja meistens mehr Glück als Verstand haben. Das Glück könnte bei den Bayern vollkommen werden, wenn sich van Gaal mit dem Fußballverband in Nigeria (NFF) einig wird, denn er steht auf der Kandidatenliste als Nationaltrainer in dem afrikanischen Staat, wo gerade der bisherige Trainer Shaibu Amodu so kurz vor der WM in Südafrika entlassen wurde. Amodu war seit 2008 Nachfolger von Berti Vogts, unserem ehemaligen „Nationalberti.“ Auf der Liste der Nigerianer stehen allerdings noch zwei Franzosen, ein Engländer, ein Serbe und der Holländer Guus Hiddink, der im Moment die Russen betreut. Hoffentlich haben die Bayern das Glück, dass sich die Schwarzafrikaner für ihren Holländer entscheiden; und noch schöner wäre es, wenn die außerdem für Hönes und Rummenigge auch noch einen Job frei hätten…

Simone – für Dich!

2 Februar 2010

Simone Rethel, die 46 Jahre jüngere Frau des legendären 106-jährigen Johannes „Jopi“ Heesters, erzählte in der ARD bei Beckmann am 1. Februar selbst den bekannten Witz über sich selbst und Jopi: Es klingelt, Jopi öffnet die Tür und schaut dem Tod in die Augen. Jopi dreht sich sofort um und sagt: „Simone, für Dich!“ Inzwischen zwar erblindet und etwas wackelig auf den Beinen, zieht es den holländischen Sänger noch immer auf die Bühne. So gut geht es vielen Menschen nicht, das war das Thema der Sendung: „Pflege vor dem Kollaps – droht einer ganzen Generation die Altersarmut?“ Darüber diskutierten Claus Fussek, der als Kenner zusammen mit zwei Pflegekräften auf die Missstände aufmerksam machte, ein Frisör, der seit 12 Jahren seine Mutter pflegt, die einen Schlaganfall erlitten hatte, die oben bereits zitierte Simone Rethel und Dr. Philipp Rösler, der neue F.D.P. -Bundesgesundheitsminister. Kaum nachvollziehbare Zustände in den Pflegeheimen, Brutalität der Pflegekräfte und die hohen Kosten für die stationäre Pflege im Vergleich zu dem Ausgleich den Menschen bekommen, die ihre Angehörigen selbst zu Hause pflegen, wurden diskutiert. Philipp Rösler machte einen ehrlichen und bemühten Eindruck und es war auch sehr angenehm in diesem Zusammenhang nicht mehr die furchtbare Leierstimme von Ulla Schmidt hören zu müssen, aber zum Volkshelden wird im Amt des Gesundheitsministers wahrscheinlich niemand.

Seit 20 Jahren Pension und topfit!

28 Januar 2010

In einem alten Karnevalslied heißt es: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Diese Frage stellt sich insbesondere auch für unsere Staatsschulden, die durch die häufige Frühpensionierung von Staatsdienern nicht geringer werden. Einer davon war in der ARD-Sendung: „Menschen bei Maischberger“ am Dienstag, den 26. Januar, zu bewundern. Hartmut Stegmaier, bekennender Hypochonder, der im früheren Leben Kunst- und Werklehrer war, wurde mit 49 Jahren pensioniert und ist heute – fast 20 Jahre danach – 68 Jahre alt und topfit! Er nimmt zwar täglich Pillen für und gegen alles, aber seine größte Sorge ist, das er seinen Ausdauersport eines Tages mal nicht mehr betreiben kann…Kein Wunder, dass die Kassen leer sind. Mit einem Arbeitsleben von nur 20 oder 25 Jahren, dann noch als Beamter, also ohne in die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung etwas eingezahlt zu haben, können wir unsere Krankheitskosten und die Rente nicht finanzieren. Wenn dieser Lehrer so alt wird, wie seine Mutter, dann zahlen wir als Steuerzahler ihm über 50 Jahre lang seine nicht geringe Pension. Kann das denn richtig sein?

Anne “will” – kann’s aber nicht!

26 Januar 2010

Die Schonfrist müsste eigentlich schon lange abgelaufen sein, aber die ARD lässt Anne Will jede Woche wieder einen neuen Versuch starten die Zuschauer zu vergraulen. Sie war zwar bei den Tagesthemen brauchbar, aber als Moderatorin einer Talkshow eher nicht. Das merkt man auch an der Qualität der Gäste, die mit dem Niveau der Gäste von Sabine Christiansen nichts mehr zu tun hat. Für das so wichtige Thema Leiharbeit unter dem Motto: „Methode Schlecker – Faire Arbeitsplätze Fehlanzeige?”, hätte man sich schon die erste Reihe der Politik gewünscht, um konkrete Änderungszusagen in diesem von Schröder zu verantwortenden Gesetzeswerk zu bekommen. Außer dem Personaldienstleister Peter Mumme, der für die Branche dazugehörte und dem früheren Chef der Bundesanstalt für Arbeit und heutige Präsident des neu gegründeten Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustelldienste Florian Gerster (SPD), der als Lobbyist natürlich die Billiglöhne verteidigte, nur Fehlanzeigen. Wer will die ausgemusterte Herta Däubler-Gmelin von der SPD, den unbekannte ver.di-Mann Achim Neumann und die Lidl-Betriebsrätin Ulrike Schramm-de Robertis in einer solchen Sendung sehen? Dazu noch der 26-jährige Fabian Stölzel, der als ungelernter Briefzusteller gekündigt hat und für 7,60 EURO in der Stunde (SPD-Forderung: Mindestlohn EURO 7,50!) morgens nicht mehr aufsteht….? Anne Will schaffte es mal wieder nicht die Diskussion auf den Punkt zu bringen und ein Ergebnis zu produzieren. Wenn bei solchen Diskussionen keine Ansätze zu Problemlösungen erarbeitet werden, sollte man die kostbare Sendezeit für etwas Besseres nutzen!

Reich und dumm!?

21 Januar 2010

Den ersten Teil des Films: GIER: Mit Glanz und Gloria! – ein 2-Teiler von Dieter Wedel – wurde am 20. Januar in der ARD ausgestrahlt. Es ist kaum zu glauben, aber im Hamburger Abendblatt konnte man von Kennern der Szene lesen, dass etwa 85% des Inhalts dieses Films aus der Realität kommt. Der Film schildert einen Gauner und Betrüger, der den Zeitgenossen, die zu den „Schönen und Reichen“ gehören wollten, viel Geld abgenommen hat. Ein ähnlicher Fall hatte sich in den 90er Jahren in Hamburg abgespielt, wo der Sonderschüler Jürgen Harksen einer Anzahl von wahrscheinlich 300 Anlegern etwa 35 Millionen Mark abgenommen hatte; darunter sollen sich u.a. auch Dieter Bohlen, Udo Lindenberg und der Bauunternehmer Siegfried Greve befunden haben. Es war eine Geldanlage, die angeblich mit einer norwegischen Ölquelle zu tun hatte, die den „treu glaubenden Reichen“ 1300 % Rendite versprach, also den 13-fachen Einsatz!!! Es ist keine Gier, wenn man anstatt 2% gerne 4% Rendite haben möchte und zu guten Zeiten an der Börse waren und sind auch heute noch höhere Gewinne durchaus realistisch, insbesondere, wenn man langfristige Anlageformen wählt. An 1300 % Gewinn zu glauben, ist aber nicht nur unrealistisch, naiv und gierig, sondern auch noch dumm!

Harald Schmidt wieder in Bestform!

16 Dezember 2009

Nach Jahresrückblicken von Gottschalk und Jauch mit weitgehend identischen Themen, brachte Harald Schmidt eine Kurzfassung als 10-Jahres-Rückblick „einmal anders“. Von Christian Brey nach Art einer Pantomime unterstützt, präsentierte der in dieser Sendung fast an alte Stärke anknüpfende Schmidt die „Highlights“ des Jahrzehnts: 2000: Daum kokst! – 2001: 11. September – 2002: Jahrhundertflut – 2003: Jahrhundertsommer – 2004: Tsunami – 2005: Wir sind Papst! – 2006: Sommermärchen – 2007: nix – 2008: Bankenkrise – 2009: Schweinegrippe. Erstaunlich, wie man mit wenigen Worten und treffenden Pantomimen dazu ein ganzes Jahrzehnt mit seinen Höhepunkten erklären kann…

Der Höhepunkt der Sendung war neben den mal wieder starken Sprüchen des Entertainers zweifellos der gemeinsame Auftritt mit Anne-Sophie Mutter, der 46-jährigen deutschen Stargeigerin, die Schmidt auf dem Klavier bei einem Stück von Mendelssohn begleiten durfte. Anne-Sophie Mutter, eine Frau mit natürlicher Schönheit und toller Ausstrahlung, die man um fast 10 Jahre jünger einschätzt, strahlte im Gespräch mit Schmidt und wurde erst ernst, als sie ihre einzigartige, sicher im Millionenbereich kostende Stradivari aus dem Jahr 1710 aus dem Koffer nahm und spielte.

In dieser Form möchten wir Harald Schmidt gerne weiter sehen. Die Zeit mit Oliver Pocher war leider für Schmidt eine sehr schlechte Phase, die man möglichst schnell vergessen sollte. Die Schuld an dem Misserfolg dieser Sendung, das ist jetzt klar, lag eindeutig bei dem kleinen (un)sympathischen „Wadenbeißer“ Pocher.

Tipp für Nachtschwärmer: INAS NACHT

7 Dezember 2009

Schon seit 2007 konnte man im 3. Programm des NDR freitags um Mitternacht einen Ausflug in die Altonaer Hafenkneipe „Zum Schellfischposten“ machen. Aus dieser urigen Pinte wird die Late-Night-Show „Inas Nacht“ gesendet. Ina Müller, die in der kleinen Kneipe nur 14 Sitzplätze anzubieten hat, singt und plaudert mit bekannten Größen aus dem Showgeschäft und gibt auch dem Nachwuchs eine Chance. Zu jeder Sendung gehört der Wilhelmsburger Shantychor „Tampentrekker“, das sind etwa 20 ältere Herren mit einem Elbsegler auf dem Kopf, die vor der Kneipe stehen und gelungene Pointen mit einem lustigen Ständchen belohnen. Die Sendung am 3. Dezember, in der Ulrich Wickert, der „Ex-Mr. Tagesschau“ zu Gast war, gehörte nicht gerade zu den stärksten Ausgaben der bisherigen Staffeln. Bevor die beiden französisches Liedgut vortrugen, sagte Ina Müller: „Uli kann nicht singen und ich kann kein Französisch“. Mit dieser Ankündigung wäre es sicher besser gewesen auf den Gesang zu verzichten. Die bisher tollsten Sendungen waren mit: Jürgen von der Lippe, Jürgen Drews, Jan Josef Liefers und Ingrid van Bergen, wie auch eine Sendung mit Peter Maffay. Inas Nacht, für die „Beste Late-Night-Show“ 2009 mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet, hat 2009 auch den Sprung vom 3. Programm des NDR ins 1. geschafft. Die Sendetermine sind donnerstags 23.45 Uhr in der ARD und Wiederholungen freitags um 0.00 Uhr im NDR.