Eine so schwache Besetzung bei einem für die Zuschauer so wichtigen Thema durfte man nicht erwarten. Das Thema lautete: „EURO weich, Geld weg?“ und angekündigt war eine Expertenrunde, die zur Angst um das Ersparte diskutieren sollte. Die üblicherweise gute Sendung „Hart aber fair“ in der ARD war aber am Mittwoch, den 19. Mai, so schlecht, wie noch nie! Die zuvor in der Ankündigung gestellten Fragen wurden nicht beantwortet und die Runde schien sich teilweise über die Ängste der Menschen lustig zu machen. Die Gurkentruppe bei Plasberg bestand aus: Herman Josef Tenhagen, Chefredakteur bei FINANZtest, Fliesenleger und früherer Arbeitsminister Walter Riester (SPD), Carola Ferstl, angebliche Börsenexpertin (was das auch immer für eine Qualifikation ist…) bei N-TV, Ernst Elitz, ein fast 70-jähriger Journalist, der außer Nostalgie nichts beitrug und Hans-Peter Burghof, der Professor für Bankwirtschaft von der Universität Hohenheim, der sein möglicherweise vorhandenes Wissen gut verbergen konnte. Eine ganze Sendung fast ohne konkrete, brauchbare Hinweise für den kleinen Sparer. Stattdessen durfte die N-TV – Moderatorin berichten, dass sie für ihre Kinder einige Goldstücke zurückgelegt hatte und Riester versuchte mal wieder die kleine Rentenaufbesserung, die seinen Namen trägt, ins Spiel zu bringen. Diese Rentenaufbesserung bringt zwar für eine gutverdienende Moderatorin mit drei Kindern staatliche Zuschüsse, die wir alle mit unseren Steuern bezahlen, aber für Kleinstrentner, die eine Rente im Bereich der Grundsicherung zu erwarten haben, ist sie herausgeworfenes Geld ist. Die Sendung war so schwach, dass es heute nicht einmal dafür den sonst üblichen „Fakten-Check“ gibt!
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Gurkentruppe bei Plasberg!
20 Mai 2010Versicherer: Das müssen Sie sich anschauen!
13 April 2010Prämien kassieren, das können sie, aber wenn’s ums Bezahlen geht, drücken sich viele Versicherer. Der WDR brachte im 3. Programm, am Montag in der Sendung „Markt“, mal wieder einen sehr interessanten Beitrag zu den Versicherern. Wir alle sind Versicherungskunden und sollten uns die gewählten Partner hinsichtlich ihrer Leistungsbereitschaft mal ganz genau anschauen! Oft ist Statistik, insbesondere im betriebswirtschaftlichen Bereich, nur eine ABM-Maßnahme für Controller. Markt brachte aber einige Statistiken, die sich jeder Versicherungsnehmer anschauen sollte. Es geht z.B. darum, bei welchen Versicherern man sein Recht in einem Prozess durchsetzen muss, wo die Hanse Merkur der Spitzenreiter ist, gefolgt von Karstadt-Quelle und HDI. Eine andere Aufstellung betrifft die Akzeptanz der Versicherer bei Anträgen zur Berufsunfähigkeit. Nur ganze 8% sind das bei der Rheinland, aber stolze 83% werden von der AXA akzeptiert. Gleichermaßen spannend war der unterschiedliche Aufschlag bei monatlicher Prämienzahlung, der ja einer Zinszahlung gleichzusetzen ist. Bis zu 11,3% wurden ermittelt, wobei gesetzlich nur 4% zulässig sind. Jeder, der mehr als 4% Aufschlag für die monatliche Prämienzahlung berappen muss, sollte den Betrag schriftlich zurückfordern! Schauen Sie sich Ihre Versicherer mal unter diesen Gesichtspunkten an. Wenn Sie mehr erfahren möchten, die Daten finden Sie unter “Markt” auf der Website des WDR.
Man – ist der dick, man…
31 Januar 2010Hape Kerkeling sollte – was das Gewicht angeht – mal wieder etwas länger „wech“. Seine Pilgertour auf dem Jakobsweg , aus der das Buch „Ich bin denn mal weg“ entstanden ist, hatte ihm gewichtsmäßig gut getan. Trotz gut ausgesuchten schwarzen Hemds, sah man am Samstag, bei der Verleihung der GOLDENEN KAMERA im ZDF , eine doch ordentliche „Wanne”, die sich bei ihm durch die Sakkoöffnung schob. Er moderierte die Sendung in gekonnter Weise und machte (wenn man den Bauchansatz mal nicht beachtet) wie immer eine sehr gute Figur. Es war schon ein glamouröser Abend, den das ZDF mit der Übertragung des Galaabends aus Berlin da bot. Goldene Kameras für die überaus sympathische Senta Berger, für den US-Star Richard Gere, für David Garrett, den Supergeiger, das Team vom SUPERTALENT und das Lebenswerk von Joachim „Blacky” Fuchsberger. Erstaunt waren viele, als Paul Potts, der englische Handyverkäufer, der die DSDS -Staffel in Großbritannien als Opernsänger gewonnen hatte, seine Ansprache als Laudator auf Deutsch vortragen konnte. Die größte Überraschung gelang den Veranstaltern allerdings, als sie für die GOLDENE KAMERA des Schauspielers und Regisseurs Danny DeVito als Laudator den Weltstar Michael Douglas brachte. DeVito, der kleine, runde Mann mit der Glatze, war sichtlich überrascht und gerührt, dass er von seinem alten „Mitbewohner” geehrt wurde. Tolle Sendung, gute Unterhaltung.
Festplattenrecorder für das Fernsehprogramm
26 Januar 2010Festplattenrecorder
Festplattenrecorder für das Fernsehprogramm werden immer günstiger und die Auswahl wächst ständig. Doch lohnt sich die Anschaffung?
Wer nur normale Kauf-DVDs anspielen möchte, der ist mit einem sehr günstigen DVD-Player ohne Festplatte bestens bedient.
Fernsehprogramm
Wenn man jedoch das Fernsehprogramm aufzeichnen mag, hat man die Wahl zwischen beschreibbaren DVDs und einer Festplatte.
Nachteilig scheint bei der Festplattenversion zu sein, dass die Festplatte nicht einfach mitgenommen werden kann und bei anderen DVD-Playern wieder abgespielt werden kann. D.h., wenn die Festplatte gefüllt ist, bleibt sie voll. Nur das Löschen von bereits aufgenommenen Content hilft. Zum Archivieren ist dies natürlich ungünstig. Dvds sind zum Transport auch besser.
Jetzt darf man aber auch nicht vergessen, dass beschreibbare und wiederbeschreibbare DVDs ziemlich teuer sind. Die Festplatte bietet Platz und Möglichkeiten für Leute, die ab und zu mal einen Film aufnehmen möchten.
Einfacherweise kombinieren einige Player und Recorder beide Vorteile, da man auf DVD oder Festplatte aufnehmen kann. Andererseits sind diese noch teuer.
Wer ist überhaupt noch lustig?
1 Januar 2010Bernd Stelter präsentierte am 30. Dezember im WDR die Sendung „So lacht NRW“ und später konnte man im ZDF Oliver Welke sehen, den Mann aus Harsewinkel, den man, wenn man ihn schon auf den Bildschirm lassen muss, beim Sport hätte lassen sollen. Welke’s „Heute Show – best of“ war nur „Mist of“! Er schonte – wie üblich – die SPD, schlug ungebändigt auf die F.D.P. ein und beleidigte Merkel, aber lustig war in der Sendung nun wirklich nichts. Anders bei Stelter. Auf Hannes Bender, Horst Schroth und die Bullemänner kann man zwar verzichten, aber es gab von anderen „Komikern“ lustige Beiträge und einige Gags waren sogar absolute Spitze. Sicher ist es auch eine Frage der Mentalität und der Stimmung, in der man sich befindet, aber die Interviews des Franzosen Alfons mit der Trainingsanzugjacke und dem riesigen flauschigen Mikrofon, der nicht umsonst in der Komiker-Hitliste des NDR nach dem lange verstorbenen Heinz Erhardt den zweiten Platz belegt, sind immer absolut stark. Natürlich unterstützt der französische Akzent die emotionslos klingenden Fragen noch, aber die Frage an einen Mann: „Würden Sie Ihrer Frau erlauben fremd zu gehen, damit Sie ein hübsches Kind bekommen?“ Antwort: „Ja!“ – ist schon einen Lacher wert und der Satz: „Die Deutschen hätten viel mehr Spaß beim Kindermachen, wenn man dafür ein Formular ausfüllen müsste“, ist nun wirklich auch lustig.
Da hat die SPD etwas (noch immer) nicht verstanden!
15 November 2009Die Berichterstattung vom SPD-Parteitag, die in allen Nachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und SAT1 zum Hauptthema wurde, konnte keine Neuigkeiten vermelden. Wie erwartet, wurde Gabriel zum Vorsitzenden gewählt. Es gab kaum jemanden, der sich für dieses Amt interessiert hat, aber wer bei Schröder gelernt hat, der hat wahrscheinlich den „Grundkurs in Machtgeilheit“ besucht. Es war zwar keine große Überraschung, dass Frau Nahles für die Wahl zur Generalsekretärin nicht einmal 70% der Delegiertenstimmen hinter sich bringen konnte, aber für diese Funktion keine gute Voraussetzung. „Münte“ darf sich zu seiner 40 Jahre jüngeren „Mitbewohnerin“ zurückziehen und der farblose Steinmeier konnte auch beim Versuch einer Angriffsrede gegen die Regierung nicht überzeugen. Der Leitantrag des Parteitages wurde (man höre und staune) mit einer ganzen Gegenstimme verabschiedet. Auch der Leitantrag hat wenige Neuigkeiten; es sollen allerdings 3 neue „Neidsteuern“ eingeführt werden: die Vermögenssteuer, eine Finanzmarktsteuer und ein Bildungssoli auf Spitzeneinkommen. Da hat die SPD etwas noch immer nicht verstanden: Sozial ist nicht den Reichen etwas wegnehmen, sondern den Armen etwas zu geben! Das hatten vorher Angela und Guido bereits mit dem dreifachen Schonvermögen und einem Hinzuverdienst von 400 € für ALGII-Empfänger getan. Mit solchen Entscheidungen befinden sich CDU und FDP eindeutig weiterhin auf der Überholspur und die SPD darf sich nicht wundern, wenn auch die Linke demnächst vorbeizieht……
Eine wie keine!?
27 September 2009Nein, es gibt noch nicht genügend Telenovelas im deutschen Fernsehen. Deshalb ist Sat.1 gerade dabei, eine weitere zu drehen. Der Titel: “Eine wie keine”. “Eine” dürfte wohl für eine weibliche Person stehen, doch warum ist diese Frau “wie keine”? Vielleicht, weil sie eine Toilettenfrau spielt? Hauptdarstellerin ist Marie Zielcke; sie ist diese besagte Toilettenfrau, alleinerziehend – arbeitet aber immerhin in einem Nobelhotel. Wenn also eine Toilettenfrau eines Nobelhotels eine Frau “wie keine” ist, was ist dann erst eine Frau dieses Berufs, welche in einem “herkömmlicheren” Betrieb angestellt ist? Nun gut, der grobe Verlauf der Story: Der Direktor des Nobelhotels verliebt sich in die Toilettenfrau, ist aber eigentlich schon verlobt.
Wirklich interessant klingt diese Telenovela auf den ersten Blick also auch nicht. Manche werden vielleicht auch sagen: “Waren das noch Zeiten, als es Telenovelas nur in den USA und in China gab”. Denn Telenovelas gibt es in Deutschland wirklich noch nicht allzu lang, erst seit knapp fünf Jahren – aber seitdem kommen ständig neue dazu.
Deutsche Familien und ihre Probleme
2 September 2009RTL bietet ein neues Nachmittagsprogramm; ein neues Format nennt sich “Familien im Brennpunkt”. Montag bis Freitag führt RTL sein Publikum mit dem neuen Format in Problemfamilien und zeigt den Alltag und Extremsituationen in den Familien. Ob häusliche Gewalt, vernachlässigte Kinder oder das Leben mit einem Fuß im Gefängnis, RTL zeigt, wie schlimm es um Deutsche Familien bestellt ist. Fragwürdig nur, was das Format vermittelt. Wird durch täglich 60 Minuten Blick in Problemfamilien der Zuschauer nun sensibilisiert oder geschieht das Gegenteil und die sozialen Problematiken werden irgendwann als normal angesehen.
Ob die grenzwertigen Fälle wirklich ins Fernsehen gehören oder nicht doch eine Hilfestellung durch Ämter und Ärzte erfolgen sollte, darüber lässt sich streiten und sicherlich auch über die Auswirkungen solcher Formate. Viele der gezeigten Familien leben sicherlich in sozialen Brennpunkten und klar wird hier auch ein gewisses Klischee bedient, denn gerade Gewalt in sozial schwachen Familien wird hier wieder einmal ins Blickfeld gerückt. Doch auf der einen Seite gibt es auch in Familien der Oberschicht Probleme im häuslichen Bereich und auf der anderen Seite glaubt man beim Blick in das Fernsehprogramm, kaum noch daran, dass es auch noch Familien ohne spektakuläre Probleme geben kann.
“Baustelle Liebe” – Bauer sucht Frau bekommt fragwürdige Konkurrenz
30 August 2009Neue Ehepaare braucht das Land. Frei nach diesem Motto startet in diesem Sommer die Dokusoap
Baustelle Liebe
. Die Moderation Miriam Pielhau ist dort aber nicht direkt auf der Suche nach zwei Menschen, die den Einschaltquoten zuliebe ein bisschen Kuhstall ausmisten sollen, sondern sie begleitet Männer auf ihrem Weg zum Heiratsantrag an die Geliebte. Laut Konzept vom Sender RTL2 sollen “harte Jungs vom Bau” mit allerlei Liebesgeständnissen und romantischen Aktionen die Herzen ihrer Angebeteten zum Schmelzen bringen.
Ob sich das jemand freiwillig als abendliches Programm antun wird? Es wird sich zeigen. Fest steht jedoch, dass dieses Format in der Form noch nicht im Fernsehen zu sehen war. Und es wird schwer werden, an die hohen Einschaltquoten von RTL’s “Bauer sucht Frau” heranzukommen. Vielleicht wird es ja doch ganz interessant, Baustellenbuben beim Liebesgesäusel zuzusehen. Sogar von “broadwayreifen Showeinlagen” sei die Rede. Na, wenn das nicht nach einem gelungenen Fernsehabend aussieht.