In einem alten Karnevalslied heißt es: Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld? Diese Frage stellt sich insbesondere auch für unsere Staatsschulden, die durch die häufige Frühpensionierung von Staatsdienern nicht geringer werden. Einer davon war in der ARD-Sendung: „Menschen bei Maischberger“ am Dienstag, den 26. Januar, zu bewundern. Hartmut Stegmaier, bekennender Hypochonder, der im früheren Leben Kunst- und Werklehrer war, wurde mit 49 Jahren pensioniert und ist heute – fast 20 Jahre danach – 68 Jahre alt und topfit! Er nimmt zwar täglich Pillen für und gegen alles, aber seine größte Sorge ist, das er seinen Ausdauersport eines Tages mal nicht mehr betreiben kann…Kein Wunder, dass die Kassen leer sind. Mit einem Arbeitsleben von nur 20 oder 25 Jahren, dann noch als Beamter, also ohne in die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung etwas eingezahlt zu haben, können wir unsere Krankheitskosten und die Rente nicht finanzieren. Wenn dieser Lehrer so alt wird, wie seine Mutter, dann zahlen wir als Steuerzahler ihm über 50 Jahre lang seine nicht geringe Pension. Kann das denn richtig sein?
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Seit 20 Jahren Pension und topfit!
28 Januar 2010€ 6,61 Hungerlohn bei Schlecker XL !?
14 Januar 2010Stern-TV berichtete am 13. Januar über die Drogeriekette Schlecker, die seit einigen Monaten langjährige MitarbeiterInnen kündigt und in neuen, sogenannten Schlecker XL-Filialen, neue MitarbeiterInnen einstellt. Die gekündigten Frauen hatten, wie berichtet wurde, einen Stundenlohn von € 12,67 und in den neuen Filialen wird nur noch € 6,61 pro Stunde gezahlt. Nachdem sich jetzt auch die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen um diesen Fall von möglichem Missbrauch oder mindestens einer Umgehung und Falschauslegung der gesetzlichen Möglichkeiten kümmert, wies Günter Jauch darauf hin, dass er bereits in einer Stern-TV-Sendung im September 2009 diesen Fall aufgedeckt hatte. Neben dem Hungerlohn gibt es bei Schlecker XL nicht mehr 30 Tage, sondern nur noch 24 Tage Urlaub und selbstverständlich wird auch kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt. Wir sprechen in Deutschland über „fair Trade“, einen „fairen Handel“ in der Dritten Welt. Es stellt sich die Frage, warum es bei uns keine „faire Bezahlung“ gibt. Jeder Einzelhändler sollte gesetzlich dazu verpflichtet werden den Stundenlohn für seine MitarbeiterInnen an der Eingangstür bekanntzugeben, dann kann sich jeder Kunde überlegen, ob das für ihn eine faire Bezahlung der Menschen ist und ob er in diesem Geschäft einkaufen möchte.
Ey Alder, hast ma ne Kamera? Wenn Ja, gib ma nen Euro rüber
13 November 2009Wenn man unterstellt, dass es sich nicht um Laienschauspieler handelt und die Szenen nicht nur gestellt sind, dann fragt man sich wirklich: Wie viel Geld bekommen diesen Menschen von RTL, dass sie mit der Veröffentlichung ihrer Lebensumstände und derartiger Bilder einverstanden sind?
Oberlehrer 1: Katja Saalfrank, die sogenannte „Super Nanny“, traf auf Jessica, eine stinkfaule, stark übergewichtige 29 jährige geschiedene Mutter von 3 Kindern, die in einer verwahrlosten Wohnung haust, aber ständig mit dem Handy telefoniert und im Internet surft. Jessica macht den Kindern kein vernünftiges Essen, schreit sie den ganzen Tag an und schlägt auch schon mal beherzt zu.
Nach Saalfrank kommt
Oberlehrer 2: Peter Zwegat, der es in der Sendung „Raus aus den Schulden“ mit Stefan (29 J.) und Sarah (25 J.) zu tun hat. Beide zusammen haben etwa 75.000 EURO Schulden und die Zahlung von Raten eingestellt. Stefan hat einen tollen Plan: Er will die schwangere Mutter, die bereits zwei Kinder von unterschiedlichen anderen Männern hat, zunächst heiraten, dann kommt das Kind und falls noch ein Kind folgt, kann man ihm nichts mehr pfänden…!!??
Mich würde die Gage für diese Menschen wirklich interessieren. Die Aggression gegen die Kinder und die naive Unbekümmertheit der anderen Beteiligten sind auf jeden Fall keine Belohnung wert!
Die Prosieben Sat1 Media AG bittet zur Kasse
30 Oktober 2009Pro7 Sat1 Media AG plant Pay-TV
Wie der Onlinedienst Yahoo meldete plant die Pro7 Sat1 Media AG ihr TV Angebot als Pay-TV Programm Umstrukturieren zu wollen. Die Zuschauer sollen kräftig zu Kasse gebeten werden, weil dem Konzern die laufenden Kosten, und Kredite über den Kopf wachsen. Insgesamt sind 3.600.000.000 Euro (3,6 Mrd.) ausstehend, die bis spätestens 2014/15 bezahlt werden müssen. Diese Summen werden bisher nur zinstilgend bedient, da dem Konzern das Geld fehlt. Neue Investitionen, sowie langfristige Verträge mit Produktionsfirmen, gestiegene Kosten in allen Bereichen, und sinkende Werbeeinnahmen sorgen für diese Probleme. Die sinkenden Werbeeinnahmen, die privaten Sendern zunehmend zu schaffen machen sollen dafür verantwortlich sein. RTL Vorstandschef Gerhard Zeiler räumt bis Mitte 2010 nochmal sinkende Werbeeinnahmen von bis zu 3 % ein. Alleine diese Prognose, sowie die laufenden Kredite, die der Pro7 Sat1 Media AG langsam den Hals zuschnüren sorgen dafür, das es dringend notwendig geworden ist, neue Einnahmequellen zu erschließen.
Aus den Reihen der Pro7 Sat1 Media AG hieß es zu diesem Thema das dringend Endkunden Abos, und Einmalzahlungen erschlossen werden müssten, um unter anderem die nähe zum Kunden herstellen zu können. Bereits jetzt laufen die Kunden Sturm gegen dieses vorhaben. Online Umfragen bestätigen, das diese Nachricht den Kunden vorkommt, als wolle man nur an ihr Geld kommen, ist nachvollziehbar. Der deutsche Markt ist für dieses Programm nicht mehr offen, nachdem man vor einigen Jahren bereits den deutschen den Lieblingssport, Fußball, weggenommen hat, und diesen nur noch gegen Entgelt in einem Sky Abbo frei bekommt. Kaum ein deutscher Haushalt ist bereit, oder in der Lage, weitere Summen für TV Sender aufzubringen. Das man hier der Meinung ist Abgezockt zu werden, ist logisch.
Das gerade in der heutigen Situation viele Firmen an der Werbung sparen musste auch die Pro7 Sat1 Media AG spüren, ging doch der Umsatz bereits im ersten Quartal diesen Jahres um 10% auf 700 Mio. Euro zurück. Diese Summen reichen nicht mehr aus, um die laufenden Kosten, Kredite, Gehälter und neue Produktionen zu bedienen, und so befindet man sich in einer Krise. Bisher hat die Aktie der Pro7 Sat1 Media AG heute bereits knapp 9 % verloren. Dieser Trend wird sich wohl aufgrund der aktuellen Situation und der geplanten Schritte weiter sinken.