Stern-TV berichtete am 13. Januar über die Drogeriekette Schlecker, die seit einigen Monaten langjährige MitarbeiterInnen kündigt und in neuen, sogenannten Schlecker XL-Filialen, neue MitarbeiterInnen einstellt. Die gekündigten Frauen hatten, wie berichtet wurde, einen Stundenlohn von € 12,67 und in den neuen Filialen wird nur noch € 6,61 pro Stunde gezahlt. Nachdem sich jetzt auch die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen um diesen Fall von möglichem Missbrauch oder mindestens einer Umgehung und Falschauslegung der gesetzlichen Möglichkeiten kümmert, wies Günter Jauch darauf hin, dass er bereits in einer Stern-TV-Sendung im September 2009 diesen Fall aufgedeckt hatte. Neben dem Hungerlohn gibt es bei Schlecker XL nicht mehr 30 Tage, sondern nur noch 24 Tage Urlaub und selbstverständlich wird auch kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt. Wir sprechen in Deutschland über „fair Trade“, einen „fairen Handel“ in der Dritten Welt. Es stellt sich die Frage, warum es bei uns keine „faire Bezahlung“ gibt. Jeder Einzelhändler sollte gesetzlich dazu verpflichtet werden den Stundenlohn für seine MitarbeiterInnen an der Eingangstür bekanntzugeben, dann kann sich jeder Kunde überlegen, ob das für ihn eine faire Bezahlung der Menschen ist und ob er in diesem Geschäft einkaufen möchte.
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€ 6,61 Hungerlohn bei Schlecker XL !?
14 Januar 2010Schumacher fährt Mercedes!
25 Dezember 2009Wer hätte das gedacht? Die Top-Nachricht am 23. Dezember auf allen Kanälen in jeder Nachrichtensendung war das come back von Michael Schumacher in die Formel 1. In Stern-TV wurde sogar ein Exklusiv-Interview gezeigt, das Günter Jauch vor der Sendung mit dem 7-fachen Weltmeister aufgenommen hatte. Schumacher fährt in der nächsten Saison neben Nico Rosberg im neuen Mercedes GP – Team, das der Autokonzern von Ross Brawn gekauft hatte, der das Kunststück schaffte, mit einem neuen Team und mittelmäßigen Fahrern im ersten Anlauf gleich beide Weltmeisterschaften einzufahren. Schumacher bekam bei Mercedes einen 3-Jahres-Vertrag und brach damit seine vor 3 Jahren verkündete Aussage, dass er im Ferrari seine Karriere beenden wird. Ferrari-Boss Luca de Montezemolo war entsprechend enttäuscht und die italienische Sportzeitung „La Gazzetta dello Sport“ schrieb: Seine Lust, sich mit jüngeren Gegnern zu messen, war stärker als die erklärte ewige Liebe zu Ferrari.“
Schade für den besten deutschen Fahrer Sebastian Vettel, der in seiner Wahrnehmung durch die Medien sicher etwas in den Hintergrund gerät und schade auch für Nico Rosberg, der im Mercedes-Team damit ganz klar die Nummer 2 ist. Viele erklären Schumacher schon jetzt zum Favoriten für die nächste Saison, aber ich habe den Mut dagegen zu wetten. Fahrer, die seine Söhne sein könnten werden den fast 41-jährigen Altmeister in seine Schranken verweisen. Dazu zähle ich Vettel, aber auch Alonso.