Beiträge getagged ‘RTL’

8 Leute = 25 fette Zentner auf Malle!

18 Juli 2010

Die erste Sendung der Dokusoap-Reihe: „Das große Abnehmen“ zeigte RTL am Sonntag um 16.45 Uhr. Selbst Vera Int-Veen wirkte zwischen den fetten und superfetten Menschen, die sich in der Sendung gefunden haben, relativ schlank. Die 8 Kandidaten, davon jeweils vier Frauen und vier Männer, bringen zusammen 1265 kg auf die Waage und das Gewichtsspektrum reicht von 102 bis 256 kg. Alle haben eines gemeinsam: Sie haben sich das Fett angefressen und haben das Motto „weg mit dem Speck!” RTL hat sie in einer Finca auf Mallorca (wo denn sonst…!!) zusammengetrieben und schon am ersten Abend kommen sich die 154 kg schwere Hausfrau Martina, die gern Sängerin wäre, und der 166 kg-Mann Sven, der im richtigen Leben Taxi fährt, näher. Die Problem beginnen mit Heulanfällen der beiden Liebeskandidaten, die bereits nach einer Nacht am Pool ein gemeinsames Zimmer beziehen! Zwei Dinge sind anzumerken. 1. RTL sollte auch für Kinder und Legastheniker Vorbild sein und den Titel der Doku-Soap in richtigem Deutsch schreiben, also nicht alles klein! 2. Die Sendung sollte unter FSK 16 laufen, denn die Bilder der fetten Menschen sind in verschiedenen Einstellungen und in knapper Bekleidung mit einem Horrorfilm gleichzusetzen!

Komm’ ich jetz in Fernsehen??

16 Februar 2010

Warum sich Claudia, 57, Witwe eines Landtagsabgeordneten aus Tecklenburg, mit ihrem 40-jährigen Sven ins Fernsehen begab, kann nur etwas mit Öffentlichkeitswahn und Pressegeilheit zu tun haben. In der RTL-Sendung „Extra“ mit Birgit Schrowange hatte man im Sommer 2009 auf Mallorca einen Mann gefilmt, der in einer Höhle in der Nähe des Ballermanns hauste. Obdachlos und mit 80 Cent in der Tasche, wühlte er sich die Essensreste aus den Mülltonnen. Dieser Höhlenmensch, der inzwischen seinen Job beim Gartenbauamt in Tecklenburg wieder aufgegeben hat und sich „um Claudias Haushalt kümmert“, bespaßt jetzt die 57-jährige Witwe in ihrer Villa mit Pferdekoppel. Man nennt sie im Ort „Höhlenmensch und Prinzessin“ und das erste Zusammentreffen war in einer Kneipe, erzählte die frühere Stadträtin, deren Mann vor dem Landtagsmandat auch mal Bürgermeister des Ortes war. Die lustige Witwe benutzte einen sonderbaren Ausdruck für die Liebe auf den ersten Blick, denn sie fühlte sich beim Anblick von Sven „verstrahlt“. Wir können nur sagen: Danke Claudia, dass Du der Öffentlichkeit von dieser Bedarfsgemeinschaft berichtet hast, denn sonst müssten die Steuerzahler für den Geliebten wahrscheinlich auch noch Hartz IV bezahlen. Jetzt fuhren sie zusammen nach Malle und schauten sich die vor kurzer Zeit ausgebrannte Höhle an. Sven wird nach eigener Aussage Malle und die Höhle mal wieder besuchen, aber dort nicht mehr einziehen…

Jetzt reicht’s aber wirklich!

24 Januar 2010

Es wird langsam penetrant und langweilig, welche eigenwilligen Ranglisten Frank Ehrlacher in der RTL-Sendung: „Die ultimative Chartshow” den Zuschauern präsentiert. Die Sendung mit Oliver Geissen als Moderator läuft seit dem Jahr 2003 und hat am Freitag, den 22 Januar, ihre 79. Ausgabe erlebt. Wie immer, mit dem Branchenkenner und Stammgast Thomas Stein und zwei weiteren Sprücheklopfern, die ebenfalls ihre Meinung zum Besten geben dürfen. In dieser Sendung wurden: „Die erfolgreichsten Pop-Pianohits aller Zeiten” gesucht. Es gab schon viele unsinnige Charts, die Ehrlacher mit einem eigenen Punktesystem auf die Beine gestellt hat, wie z.B. erfolgreiche Comedyhits, die Lieblingshits der Frauen, der Männer, Dauerbrenneralben, die erfolgreichsten Kids usw.usw. Demnächst werden wahrscheinlich die erfolgreichsten Hits aller Zeiten gesucht, in denen eine Trompete, ein Schlagzeug, eine Gitarre und eine Triangel vorkommt…und dann die Lieblingshits der Hunde, der Katzen und aller anderen Tiere, die man sich so vorstellen kann. Jetzt reicht’s mit diesen unsinnigen Charts aber nun wirklich! Schlimm sind auch die Einspieler, in denen sich irgendwelche C- und D-Promis, die keinen interessieren, zu den Titeln äußern dürfen. Von Ralf Möller bis zur Transe „Lorielle London”, die im richtigen Leben Lorenzo Woodard heißt, dürfen alle mitmischen. Niedlich sind immer wieder Rosi Mittermaier und Christian Neureuther, die wie die beiden Alten auf dem Balkon in der Muppet-Show schwungvoll versuchen einen lustigen Kommentar abzugeben.

Wer nichts wird, wird Wirt!

19 Januar 2010

Dieses „geflügelte Wort“ ist schon sehr alt und man könnte der Meinung sein, dass es vielleicht heute nicht mehr so ganz in die Landschaft passt, aber mit jeder Sendung: Rach – Der Restauranttester, die von RTL ausgestrahlt wird, kommt man zu der Überzeugung, dass der Spruch auch heute noch seine Berechtigung hat. Am 18. Januar wurde über das Brauhaus in Marburg berichtet. Am Anfang freute sich Christian Rach noch, dass er es dort mit gleich drei gelernten Köchen zu tun hatte und er sich sozusagen „mit Fachleuten“ unterhalten konnte. Weit gefehlt, konnte der aufmerksame Zuschauer schon nach kurzer Zeit feststellen. Es ist kaum vorstellbar, dass ein „Sternekoch“ einem „Normalkoch“ zeigen muss, wie man Bratkartoffel macht, aber sogar diese Passage war den Protagonisten nicht zu peinlich, um sie auf Sendung gehen zu lassen. Das Alte Brauhaus selbst, Nostalgie pur, wurde neu gestrichen und der ganze Dekoplunder wurde entsorgt. Neue Tische mussten her, die Polster wurden ausgetauscht und die Theke umgestaltet. Der Inhaber Karsten Wetzlar übte sich in der Bratkartoffelherstellung und seine Frau Beate Wetzlar-Wingenfeld, die für ihre Größe wahrscheinlich „etwas” zu viel wog, brach mehrfach in Tränen aus. In einer Tageszeitung sagte die Chefin jetzt: „Mit den Neuerungen umzugehen, war schon eine Herausforderung für uns, aber der Aufwand hat sich gelohnt“. Zitat Ende. Etwas Farbe, neues Mobiliar und die einfachsten Gerichte; na, wenn man da nicht selbst drauf kommt…?

€ 6,61 Hungerlohn bei Schlecker XL !?

14 Januar 2010

Stern-TV berichtete am 13. Januar über die Drogeriekette Schlecker, die seit einigen Monaten langjährige MitarbeiterInnen kündigt und in neuen, sogenannten Schlecker XL-Filialen, neue MitarbeiterInnen einstellt. Die gekündigten Frauen hatten, wie berichtet wurde, einen Stundenlohn von € 12,67 und in den neuen Filialen wird nur noch € 6,61 pro Stunde gezahlt. Nachdem sich jetzt auch die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen um diesen Fall von möglichem Missbrauch oder mindestens einer Umgehung und Falschauslegung der gesetzlichen Möglichkeiten kümmert, wies Günter Jauch darauf hin, dass er bereits in einer Stern-TV-Sendung im September 2009 diesen Fall aufgedeckt hatte. Neben dem Hungerlohn gibt es bei Schlecker XL nicht mehr 30 Tage, sondern nur noch 24 Tage Urlaub und selbstverständlich wird auch kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld gezahlt. Wir sprechen in Deutschland über „fair Trade“, einen „fairen Handel“ in der Dritten Welt. Es stellt sich die Frage, warum es bei uns keine „faire Bezahlung“ gibt. Jeder Einzelhändler sollte gesetzlich dazu verpflichtet werden den Stundenlohn für seine MitarbeiterInnen an der Eingangstür bekanntzugeben, dann kann sich jeder Kunde überlegen, ob das für ihn eine faire Bezahlung der Menschen ist und ob er in diesem Geschäft einkaufen möchte.

Wer oder was ist Narumol?

1 Dezember 2009

Narumol ist kein Hustensaft, keine unbekannte Gemüseart und auch kein indisches Gewürz. Narumol ist der geheime Star in der laufenden Staffel der RTL-Reihe Bauer sucht Frau. Die kleine quirlige Thailänderin, die bisher in Kiel als Haushälterin beschäftigt war, befindet sich im Chiemgau bei Milchbauer Josef. Josef, ein streng gläubiger Katholik, der mit 48 Jahren noch nie eine Beziehung zu einer Frau hatte, macht einen ziemlich unbeholfenen und hilflosen Eindruck beim Umgang mit seiner Kandidatin. Die Filmberichte von der sogenannten Hofwoche der Asiatin werden für beide Probanden mit Untertiteln versehen und man kann sich nicht entscheiden, wer die Untertitel mehr benötigt; Narumol mit ihrer lustige Aussprache, die ständig einige Buchstaben vergisst oder falsch ausspricht oder der Milchbauer, der oft in einen ziemlich strengen bayerischen Dialekt verfällt. In der letzten Sendung war Narumol traurig und wollte schon aufgeben, weil es ihr nicht gelang mit dem Trecker zu fahren. Das war wohl auch nicht so einfach, denn es handelte sich um ein Gefährt, das noch mit einer Handkurbel angelassen werden muss und sicher mehr als 50 Jahre alt ist. Nach mehreren Versuchen hat es dann doch geklappt und die tapfere Frau kniete sich auf ihren Liebsten und verpasste ihm eine kräftige Thai-Massage. Es könnte sein, dass Narumol in der Beliebtheitsskala die Nachfolgerin von Bauer Heinrich aus der vorigen Staffel wird.

Ey Alder, hast ma ne Kamera? Wenn Ja, gib ma nen Euro rüber

13 November 2009

Wenn man unterstellt, dass es sich nicht um Laienschauspieler handelt und die Szenen nicht nur gestellt sind, dann fragt man sich wirklich: Wie viel Geld bekommen diesen Menschen von RTL, dass sie mit der Veröffentlichung ihrer Lebensumstände und derartiger Bilder einverstanden sind?
Oberlehrer 1: Katja Saalfrank, die sogenannte „Super Nanny“, traf auf Jessica, eine stinkfaule, stark übergewichtige 29 jährige geschiedene Mutter von 3 Kindern, die in einer verwahrlosten Wohnung haust, aber ständig mit dem Handy telefoniert und im Internet surft. Jessica macht den Kindern kein vernünftiges Essen, schreit sie den ganzen Tag an und schlägt auch schon mal beherzt zu.
Nach Saalfrank kommt
Oberlehrer 2: Peter Zwegat, der es in der Sendung „Raus aus den Schulden“ mit Stefan (29 J.) und Sarah (25 J.) zu tun hat. Beide zusammen haben etwa 75.000 EURO Schulden und die Zahlung von Raten eingestellt. Stefan hat einen tollen Plan: Er will die schwangere Mutter, die bereits zwei Kinder von unterschiedlichen anderen Männern hat, zunächst heiraten, dann kommt das Kind und falls noch ein Kind folgt, kann man ihm nichts mehr pfänden…!!??
Mich würde die Gage für diese Menschen wirklich interessieren. Die Aggression gegen die Kinder und die naive Unbekümmertheit der anderen Beteiligten sind auf jeden Fall keine Belohnung wert!

Fulminantes Finale des RTL Quoten-Garanten „Schwiegertochter gesucht“

2 November 2009

Eine schlechte Nachricht für alle leidenschaftlichen Fremdschämer; die heutige Ausgabe von „Schwiegertochter gesucht“ war die letzte der aktuellen Staffel. Eine Ära geht zu Ende. Die Don Juans des RTL-Kultformats haben sich in dieser Zeit jedoch nicht allein in die Herzen ihrer Auserwählten auf Zeit geschwiegen, sondern auch in die Herzen der Zuschauer. Mit ihrem Charme haben die Casanovas, wie zum Beispiel, Schlagerfreund Bernd, Kakaotrinker Jens, Kavalier Uwe oder Hasenfreund Holger, nicht selten für humorvolle Situationen, zumindest für den geneigten Zuschauer, gesorgt.

Annähernd 5 Millionen Menschen haben die Flirtversuche der Männer verfolgt, die man normalerweise eher als Täter in Formaten wie Criminal Minds findet.
In der letzten Folge haben nun alle Männer, mit Ausnahme von Bernd, der lieber weiterhin alleine mit seiner Mutter Daggi lebt, die Frau fürs Leben gefunden.
Wer die Zeit bis zur nächsten Staffel „Schwiegertochter gesucht“ überbrücken will, dem empfehlen wir „Bauer sucht Frau“.

Das Supertalent – „Chonés Bauchrolle“, Quell der Ästhetik

28 Oktober 2009

War es letzte Woche noch der selbsternannte Mr. Methan alias Paul Oldfield, der mit Geräuschen für Furore sorgte, die im alltäglichen Leben eher zu peinlichem Schweigen und angewiderten Gesichtern führt, war es diesmal Stefan Choné der für Quoten sorgte. Mit seiner „Bauchrolle“ entsetzte er das gesamte Publikum.

Der 54-jährige Verkäufer tanzte sich mit seinem Minitanga nicht gerade in die Herzen der Zuschauer, vielmehr wendeten sich diese entsetzt ab. Vor seinem unpopulären Strip versuchte es Choné, als Charly Chaplin, verkleidet mit Singen, was jedoch nicht zum gewünschten Erfolg führte, sodass er sich kurzerhand vor ausverkauftem Saal entblätterte.

Sylvie van der Vaat, Jurymitglied bei Das Supertalent konnte er jedoch mit seinem Schwabbelbauch und seinem Minitanga-Outfit, das von Stützstrümpfen komplettiert wurde, nicht überzeugen. In Ihrer Beurteilung zeigte sie sich ungewohnt hart: „Das ist kein Talent, das ist eklig!“

Die Ernsthaftigkeit von Chonés Auftritt ist allerdings mehr als zweifelhaft, vielmehr steckt hinter dem Auftritt wohl ein Humor, der vom gemeinen RTL-Zuschauer nicht verstanden wird.

Ein House fürs Leben!

10 September 2009

Der knorrige Doc humpelt jetzt wieder dienstags um 21:15 Uhr über den Fernsehbildschirm. Nach der Unterbrechung der fünften Staffel, die wegen der langsamen Synchronsprecher, die die US-Erfolgsserie ins Deutsche umwandeln dürfen (vielleicht geht die Schweinegrippe ja auf die Stimmbänder), zwangsläufig eintreten musste, erfuhr RTL am Dienstagabend letzte Woche mal wieder Einschaltquoten der Spitzenklasse: Ganze 28,5 % Marktanteil konnte der Sender für sich gewinnen – dank eines zynischen Krüppels, wie sich Dr. House in der Serie ja selbst bezeichnet, und einem einzigartigen Drehbuch, dessen Krankheitsfälle manchmal etwas von der Realität abkommen – aber wen interessiert das schon?!

Der US-Arzt hatte es am Abend des 1. September mit einem Geiselnehmer zu tun, was House jedoch nicht daran hinderte, seine absolut lässigen und sarkastischen Sprüche abzulassen. Und so verfielen 4,9 Millionen Deutsche am Dienstagabend vor ihrem Fernseher in großes Gelächter, wenn Sätze fielen wie “Wir leben noch! Hoffentlich lüge ich nicht…”. Ein Mann, ein Sender, eine Mission: Das schon mit einem Weltrekord als erfolgreichste Serie ausgezeichnete Format auch in Deutschland an die Spitze zu bringen, sodass RTL nicht völlig den Bach runter geht. Ich denke da an Sendungen, in denen Deutschlands Superstar gesucht wird, und – als wäre das nicht schon genug – mit einem Herrn Bohlen in der Jury. Oder an mitleidserregende Landwirte, die vor der Kamera die Frau fürs Leben suchen …