Beiträge getagged ‘SPD’

Beckmann macht SPD-Wahlkampf!

12 Mai 2010

Die Sendung „Beckmann“ am 10. Mai im Ersten, hätte in den Wahlkampf der SPD gepasst. Der Moderator Reinhold Beckmann, der besser beim Sport hätte bleiben sollen, war gegenüber seinen Gästen, insbesondere gegen den früheren CDU-Politiker Friedrich Merz und teilweise auch gegen den früheren NRW-Ministerpräsident und Schröder-Superminister Wolfgang Clement, so aggressiv, dass man sich nur wundern muss, warum solche Leute eine solche Plattform im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen bekommen. Die Tatsache, dass sieben von elf Linken, die nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen in den Landtag einziehen, vom Verfassungsschutz als Extremisten überwacht werden, interessierte Beckmann kaum und die zum Interview dazu geschalteten Jürgen Trittin, der – wie immer – mit einem überheblichen Grinsen auftrat und die SPD-Generalin Andrea Nahles, die eine krasse Fehlbesetzung ist, wurden trotz schwacher und unqualifizierter Antworten auf seine Fragen sehr geschont. Einen derartig parteiischen Moderator hat es seit Gerhard Löwenthal, der bis 1987 das ZDF-Magazin moderierte und schon 2002 verstarb, nicht mehr gegeben.

Rot-Rot-Grün in NRW?

20 April 2010

Am Montag auf der Pressekonferenz der SPD zur Wahl in Nordrhein-Westfalen leistete sich der “gewichtige“ SPD-Chef Sigmar Gabriel einen sogenannten Freud’schen Versprecher. In vielen Nachrichtensendungen war Gabriels Aussage zu sehen und zu hören, die er im Beisein der unsympathischen SPD-NRW-Kandidatin Kraft und der „RTL – Rock-und-Pop-Kommentatorin“ der Grünen, Claudia Roth, traf. Er sagte sinngemäß: “Wenn die Wahlbeteiligung in Nordrhein-Westfalen hoch genug ist, dann reicht es für Rot-Rot-Grün!!!” Gabriel versuchte zwar, diese Aussage als Ausrutscher klarzustellen, aber die Linken wird es gefreut haben, dass dieser Gedanke beim SPD-Vorsitzenden so präsent ist. Ein Freud’scher Versprecher ist der nach Sigmund Freud benannte verbale Fehltritt, der den eigentlichen Gedanken oder den Wunsch des Sprechers versehentlich zum Ausdruck bringt. Schon bei Andrea Ypsilanti in Hessen hatte es vor der Wahl geheißen, nie mit den Linken, aber nach der Wahl sah alles anders aus und es mussten einige den Wählern gegenüber ehrliche Parteigenossen dafür sorgen, dass es nicht zu der SPD-Linken-Koalition kam. Schauen wir mal, ob das nach der Wahl in NRW ähnlich wird…?

Wo lassen Sie denken, Herr Gabriel?

16 März 2010

Die SPD hat eine Rolle rückwärts bei Hartz IV hingelegt. Das ist nicht nur überraschend, dass dies Herr Gabriel mit seiner Figur noch schafft, sondern auch erstaunlich, dass die SPD jetzt die seit mehreren Wahlkämpfen verteidigte so genannte AGENDA 2010 von Schröder grundsätzlich ändern will. Noch erstaunlicher ist dabei, dass das SPD-Präsidium jetzt offensichtlich bei Herrn Rüttgers denken lässt, denn der hatte schon bei der Einführung der als Reform bezeichneten Verarmungsgesetzgebung gefordert, dass Menschen, die 35 Jahre brav Sozialabgaben eingezahlt haben, anders behandelt werden müssen, als jene, die nur 3 oder 5 Jahre sozialversicherungspflichtig waren und darüber hinaus auf die Anrechnung von Spargroschen, die für die Alterssicherung vorhanden sind, zu verzichten. Genau das hat jetzt das SPD-Präsidium beschlossen und jeder erkennt das Wahlgeschenk (übrigens von etwa 3 Milliarden EURO) an die NRW-SPD zur Unterstützung für die Landtagswahl am 9. Mai. Dazu eine grundsätzliche Verlängerung des ALG 1 von 12 auf 24 Monate. Absolut unglaubwürdig, diese SPD! Warum fällt den Genossen diese notwendige Änderung erst in der Opposition ein – und so kurz vor der Wahl in NRW….??? Das RTL-Nachtjournal am 15. März, vertreten durch den Moderator Christof Lang, machte aus dem Interview mit dem (schwerge)wichtigen SPD-Vorsitzenden eine Wahlkampfunterstützung und gab dem früheren Umweltminister mehrere eindeutige Vorlagen, um gegen die F.D.P. und Westerwelle zu polemisieren. Diese Art von Journalismus gehört nun wirklich nicht in eine Nachrichtensendung!

Kann denn Liebe Sünde sein?

1 Oktober 2009

Eins ist sicher, wenn Hendryk M. Broder irgendwo auftritt, Bissigkeit und Zynismus kommen nicht zu kurz, da kann auch selbst ein Johannes B. Kerner (ZDF) der Garant für Flachheiten, nichts vermasseln. Jetzt in Nach-Wahlzeiten reichen sich die Prominenten aus Politik und Journaille in den Talk-Shows die Klinke in die Hand. Es wird bewertet und analysiert, warum diese Wahl 2009 so gelaufen ist, wie sie lief und wer die Schuld am großen Disaster der SPD trägt. Kerner behauptet von sich, keine Schadenfreude zu empfinden. Na, wer das glaubt … Es kündigt sich auf jeden Fall an, dass die Zeiten generell heiß werden.
Broder, der Alt-Linke und ehemalige Pardon-, Spontan- und heutige Spiegel-Autor outet sich als CSU-Wähler. Immerhin ist er erst jüngst von Berlin nach Augsburg umgezogen und schon fühlt sich dieses Schlitzohr seinem neuen Heimatland verpflichtet und ist stolz auf seinen Ministerpräsidenten Seehofer, der immerhin wenigstens ein uneheliches Kind hat. “Das wäre nur durch einen Pornoshop im Vatikan zu toppen.”, meint Broder zu Seehofers Abwegen. Sein Mitleid für die Wahlverlierer SPD, der Broder immerhin über Jahrzehnte die Treue gehalten hatte, gleicht eher einer Schäm. “Ohne die Schwiegermutter fehlt uns auch was …” “Tja, jetzt muss eben eine psychotherapeutische Massenbehandlung stattfinden.” Das mag stimmen, Herr Broder, aber es stimmt ja wohl nicht, dass Sie von Hubertus Heil, dem bis eben noch Generalsekretär der SPD zwecks Partei-Anwerbung angerufen wurden. “Wir haben nett miteinander geplaudert, doch dann stellten wir fest, dass Hubertus Heil sich verwählt hatte. Er wollte eigentlich mit Dirk Bach reden.” Na, wer das glaubt … unterstützte doch Dirk Bach im Wahlkampf Die Grünen und Hendryk M. Broder unterstützt immer nur einen: Hendryk M. Broder.