Eins ist sicher, wenn Hendryk M. Broder irgendwo auftritt, Bissigkeit und Zynismus kommen nicht zu kurz, da kann auch selbst ein Johannes B. Kerner (ZDF) der Garant für Flachheiten, nichts vermasseln. Jetzt in Nach-Wahlzeiten reichen sich die Prominenten aus Politik und Journaille in den Talk-Shows die Klinke in die Hand. Es wird bewertet und analysiert, warum diese Wahl 2009 so gelaufen ist, wie sie lief und wer die Schuld am großen Disaster der SPD trägt. Kerner behauptet von sich, keine Schadenfreude zu empfinden. Na, wer das glaubt … Es kündigt sich auf jeden Fall an, dass die Zeiten generell heiß werden.
Broder, der Alt-Linke und ehemalige Pardon-, Spontan- und heutige Spiegel-Autor outet sich als CSU-Wähler. Immerhin ist er erst jüngst von Berlin nach Augsburg umgezogen und schon fühlt sich dieses Schlitzohr seinem neuen Heimatland verpflichtet und ist stolz auf seinen Ministerpräsidenten Seehofer, der immerhin wenigstens ein uneheliches Kind hat. “Das wäre nur durch einen Pornoshop im Vatikan zu toppen.”, meint Broder zu Seehofers Abwegen. Sein Mitleid für die Wahlverlierer SPD, der Broder immerhin über Jahrzehnte die Treue gehalten hatte, gleicht eher einer Schäm. “Ohne die Schwiegermutter fehlt uns auch was …” “Tja, jetzt muss eben eine psychotherapeutische Massenbehandlung stattfinden.” Das mag stimmen, Herr Broder, aber es stimmt ja wohl nicht, dass Sie von Hubertus Heil, dem bis eben noch Generalsekretär der SPD zwecks Partei-Anwerbung angerufen wurden. “Wir haben nett miteinander geplaudert, doch dann stellten wir fest, dass Hubertus Heil sich verwählt hatte. Er wollte eigentlich mit Dirk Bach reden.” Na, wer das glaubt … unterstützte doch Dirk Bach im Wahlkampf Die Grünen und Hendryk M. Broder unterstützt immer nur einen: Hendryk M. Broder.