Die Sendung „Beckmann“ am 10. Mai im Ersten, hätte in den Wahlkampf der SPD gepasst. Der Moderator Reinhold Beckmann, der besser beim Sport hätte bleiben sollen, war gegenüber seinen Gästen, insbesondere gegen den früheren CDU-Politiker Friedrich Merz und teilweise auch gegen den früheren NRW-Ministerpräsident und Schröder-Superminister Wolfgang Clement, so aggressiv, dass man sich nur wundern muss, warum solche Leute eine solche Plattform im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen bekommen. Die Tatsache, dass sieben von elf Linken, die nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen in den Landtag einziehen, vom Verfassungsschutz als Extremisten überwacht werden, interessierte Beckmann kaum und die zum Interview dazu geschalteten Jürgen Trittin, der – wie immer – mit einem überheblichen Grinsen auftrat und die SPD-Generalin Andrea Nahles, die eine krasse Fehlbesetzung ist, wurden trotz schwacher und unqualifizierter Antworten auf seine Fragen sehr geschont. Einen derartig parteiischen Moderator hat es seit Gerhard Löwenthal, der bis 1987 das ZDF-Magazin moderierte und schon 2002 verstarb, nicht mehr gegeben.
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